Der Cache schlägt das Modell: Was die KI-Rechnung wirklich treibt
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- KI-Kosten
- Prompt-Caching
- Prozessautomatisierung
- Claude Fable 5.1
- Modellwahl
Anthropic hat am 1. September 2026 Claude Fable 5.1 veröffentlicht. Der Listenpreis blieb, wo er war: 10 US-Dollar je Million Token Eingabe, 50 US-Dollar je Million Ausgabe. Gesenkt wurde eine Zahl, die in den üblichen Preisvergleichen kaum auftaucht.
Es ist der Preis für Cache-Treffer, und er fiel von 1,00 auf 0,25 US-Dollar je Million Token. In einer durchgerechneten Monatsrechnung für einen Backoffice-Ablauf macht dieser eine Posten den gesamten Preisunterschied zwischen Fable 5 und Fable 5.1 aus: 1.512 US-Dollar im Monat. Und er ist nicht einmal der größte Hebel.
Das Wichtigste in Kürze: Anthropic hat am 1. September 2026 Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1 veröffentlicht. Eingabe und Ausgabe kosten unverändert 10 und 50 US-Dollar je Million Token, der Preis für Cache-Treffer sank um 75 Prozent auf 0,25 US-Dollar. Anthropic beziffert die Ersparnis mit rund 25 Prozent für übliche Lasten und bis zu etwa 45 Prozent für stark agentische Abläufe. Eine durchgerechnete Monatsrechnung für 4.200 Vorgänge mit je acht Modellaufrufen bestätigt das: 3.830,40 US-Dollar auf Fable 5, 2.318,40 auf Fable 5.1, also 39,5 Prozent weniger. Der größere Hebel liegt woanders. Derselbe Ablauf ohne Zwischenspeicher kostet 21.672 US-Dollar, das Neunfache. Die Rangfolge lautet damit: Aufbau vor Modellstufe vor Modellversion. Für mittelständische Anwendungen zählt außerdem, dass Sonnet 5 bei 2 und 10 US-Dollar bleibt; die zum 1. September angekündigte Erhöhung auf 3 und 15 fand nicht statt. Nachtrag vom 14. Oktober 2026: Seit Erscheinen dieses Beitrags hat Anthropic Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 veröffentlicht. Auf Opus 5.5 und Sonnet 5.5 kosten Cache-Treffer fünf Prozent des Eingabepreises, und Haiku 5.5 kostet bei Anfragen bis 100.000 Token je Token 90 Prozent weniger als Haiku 4.5. Wo Haiku 5.5 für die Aufgabe reicht, bringen Versionssprung und Modellstufe im Beispiel jeweils mehr als der Zwischenspeicher.
Was hat Anthropic am 1. September geändert?
Zwei Modelle sind erschienen: Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1. Beide sind laut Anthropic identisch, Mythos 5.1 hat lediglich weniger enge Schutzmechanismen und stand bei Erscheinen nur geprüften Organisationen in den USA offen, die in der Cybersicherheit oder in den Lebenswissenschaften arbeiten. Für Unternehmen in Deutschland ist damit Fable 5.1 die relevante Fassung.
Beim Preis nennt Anthropic den entscheidenden Satz selbst: Cache-Treffer kosten jetzt 75 Prozent weniger, nämlich 0,25 US-Dollar je Million Token. Alles andere bleibt gleich. Wie ungewöhnlich das ist, zeigt erst die vollständige Preisliste.
| Modell | Eingabe | Cache-Schreiben (5 Min.) | Cache-Schreiben (1 Std.) | Cache-Treffer | Faktor | Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Claude Fable 5.1 | 10 USD | 12,50 USD | 20 USD | 0,25 USD | 0,025x | 50 USD |
| Claude Mythos 5.1 | 10 USD | 12,50 USD | 20 USD | 0,25 USD | 0,025x | 50 USD |
| Claude Fable 5 | 10 USD | 12,50 USD | 20 USD | 1,00 USD | 0,1x | 50 USD |
| Claude Opus 5 | 5 USD | 6,25 USD | 10 USD | 0,50 USD | 0,1x | 25 USD |
| Claude Sonnet 5 | 2 USD | 2,50 USD | 4 USD | 0,20 USD | 0,1x | 10 USD |
| Claude Haiku 4.5 | 1 USD | 1,25 USD | 2 USD | 0,10 USD | 0,1x | 5 USD |
Alle Angaben je Million Token, Stand 2. September 2026.
Der Faktor in der vorletzten Spalte ist das eigentlich Bemerkenswerte. Am 2. September kostete ein Cache-Treffer in der gesamten Claude-Preisliste zehn Prozent des Eingabepreises, Fable 5.1 und Mythos 5.1 waren die einzigen Ausnahmen mit 2,5 Prozent. Anthropic hat also nicht an einer Stellschraube gedreht, die für alle gilt, sondern eine Sonderregel für die teuerste Reihe eingeführt. Seit dem 22. September 2026 gibt es dazwischen eine weitere Stufe von fünf Prozent, heute für Opus 5.5 und Sonnet 5.5; mehr dazu im Nachtrag am Ende.
Das ergibt betriebswirtschaftlich Sinn. Fable ist auf lang laufende Agenten zugeschnitten, und genau dort besteht die Eingabe zum größten Teil aus Wiederholung. Wer den Preis für diesen Anteil senkt, senkt die Rechnung für die eigene Zielgruppe, ohne den Listenpreis anzufassen, an dem sich Vergleiche und Verhandlungen orientieren.
Was ist ein Cache-Treffer und warum taucht er in Vergleichen selten auf?
Ein Sprachmodell verarbeitet jede Anfrage von vorn. Schickt ein Ablauf achtmal hintereinander dieselbe Systemanweisung, dieselben Regeln und dieselben Beispielfälle mit, dann werden diese Token achtmal berechnet und achtmal bezahlt.
Prompt-Caching hält den unveränderten Anfang einer Anfrage vor. Beim ersten Mal wird er geschrieben, was zwischen dem 1,25-Fachen und dem Doppelten einer normalen Eingabe kostet. Bei jedem weiteren Aufruf innerhalb der Haltezeit wird er nur noch gelesen, und dieser Lesevorgang ist der Cache-Treffer. Zwei Haltezeiten stehen zur Wahl: fünf Minuten, bei denen das Schreiben das 1,25-Fache einer normalen Eingabe kostet, und eine Stunde, bei der es das Doppelte kostet.
Wer solche Abläufe baut, sieht das Muster schnell. Der feste Vorspann ist fast immer der größte Einzelposten der Eingabe, weil er die gesamte Regelkenntnis trägt, die der Ablauf braucht: Preislogik, Freigabegrenzen, Ausnahmen, Musterfälle. Die eigentliche Anfrage daneben ist winzig. Genau deshalb entscheidet der Preis für Cache-Treffer über die Rechnung und nicht der Preis für Eingabe.
In Preisvergleichen taucht diese Zahl trotzdem selten auf. Verglichen werden Eingabe und Ausgabe, weil das die beiden Werte sind, die jeder Anbieter nennt.
Was kostet ein Backoffice-Agent im Monat?
Damit die Größenordnung nachvollziehbar wird, hier ein vollständig durchgerechnetes Beispiel. Es beschreibt einen Ablauf, wie er in der Angebots- oder Rechnungsprüfung vorkommt.
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Fester Vorspann (Anweisung, Regeln, Beispielfälle) | 60.000 Token |
| Vorgänge im Monat | 4.200 (200 je Arbeitstag) |
| Modellaufrufe je Vorgang | 8 |
| Modellaufrufe im Monat | 33.600 |
| Frische Eingabe je Aufruf | 1.500 Token |
| Ausgabe je Aufruf | 600 Token |
| Zwischenspeicher | 1-Stunden-Haltezeit, 252 Schreibvorgänge im Monat zusätzlich zu den 33.600 Lesevorgängen |
Daraus ergeben sich 15,12 Millionen geschriebene, 2.016 Millionen gelesene und 50,4 Millionen frische Eingabe-Token sowie 20,16 Millionen Ausgabe-Token. Multipliziert mit der Preisliste sieht die Monatsrechnung so aus.
| Posten | Fable 5 | Fable 5.1 | Opus 5 | Sonnet 5 | Haiku 4.5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cache-Schreiben | 302,40 | 302,40 | 151,20 | 60,48 | 30,24 |
| Cache-Treffer | 2.016,00 | 504,00 | 1.008,00 | 403,20 | 201,60 |
| Frische Eingabe | 504,00 | 504,00 | 252,00 | 100,80 | 50,40 |
| Ausgabe | 1.008,00 | 1.008,00 | 504,00 | 201,60 | 100,80 |
| Summe | 3.830,40 | 2.318,40 | 1.915,20 | 766,08 | 383,04 |
Alle Werte in US-Dollar je Monat.
Die Mengen gelten für Fable 5, Fable 5.1, Opus 5 und Sonnet 5. Diese Modelle zerlegen Text mit einem neuen Tokenizer in rund 30 Prozent mehr Token als ältere Modelle (mehr dazu weiter unten). Haiku 4.5 nutzt noch den älteren und zählt für denselben Text rund 23 Prozent weniger Token; für denselben Text läge seine Spalte also bei rund 295 statt 383,04 US-Dollar. Zwölf Schreibvorgänge je Arbeitstag sind vorsichtig angesetzt: Jeder Treffer frischt den Eintrag auf, bei durchgehendem Betrieb genügen weniger.
Der Wechsel von Fable 5 auf Fable 5.1 senkt die Rechnung um 1.512 US-Dollar oder 39,5 Prozent. Das liegt am oberen Rand der von Anthropic genannten Spanne, was zum Aufbau passt: Ein Vorspann von 60.000 Token, achtmal je Vorgang gelesen, ist ein stark agentisches Muster.
Sichtbar wird auch, warum. Auf Fable 5 machten die Cache-Treffer 52,6 Prozent der gesamten Rechnung aus, mehr als jeder andere Posten. Auf Fable 5.1 sind es noch 21,7 Prozent. Der größte Einzelposten ist damit die Ausgabe geworden, und das ist eine andere Optimierungsaufgabe.
Eine zweite Beobachtung aus derselben Tabelle: Opus 5 kostet mit 1.915,20 US-Dollar weniger als Fable 5.1 mit 2.318,40, obwohl Opus 5 keinen Sonderpreis für Cache-Treffer bekommen hat. Der Rabatt verkleinert den Abstand zwischen den Reihen, er dreht ihn nicht um.
Die Modellkosten sind dabei nur ein Posten. Was Einrichtung, Anbindung und Betrieb einer Automatisierung daneben kosten, steht im Beitrag Was kostet KI-Automatisierung 2026?.
Welcher Hebel ist der größte?
Bis hierhin ging es um die Modellwahl. Der weitaus größere Posten steckt aber im Aufbau des Ablaufs. Rechnet man dasselbe Szenario ohne Zwischenspeicher, wird der Vorspann bei jedem der 33.600 Aufrufe frisch berechnet.
| Aufbau | Modell | Monatsrechnung | Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Ohne Zwischenspeicher | Fable 5.1 | 21.672,00 USD | Ausgangswert |
| Mit Zwischenspeicher | Fable 5 | 3.830,40 USD | Faktor 5,7 günstiger |
| Mit Zwischenspeicher | Fable 5.1 | 2.318,40 USD | Faktor 9,3 günstiger |
| Mit Zwischenspeicher | Sonnet 5 | 766,08 USD | Faktor 28,3 günstiger |
Damit steht die Rangfolge der Hebel fest:
- Der Aufbau des Ablaufs entscheidet über den Faktor 9. Ob der wiederkehrende Teil überhaupt zwischengespeichert wird, ist die teuerste einzelne Entscheidung.
- Die Modellstufe entscheidet über den Faktor 3. Sonnet 5 statt Fable 5.1 spart in diesem Szenario 1.552 US-Dollar im Monat, sofern die Aufgabe es zulässt.
- Die Modellversion entscheidet über den Faktor 1,65. Der Sprung von Fable 5 auf Fable 5.1 ist der kleinste der drei.
Wer über KI-Kosten spricht und dabei nur über Modelle spricht, diskutiert also den kleinsten der drei Posten. Das gilt unabhängig vom Anbieter: OpenAI, Google und Anthropic rechnen Zwischenspeicher unterschiedlich ab, aber alle drei rechnen ihn deutlich günstiger ab als frische Eingabe.
Seit Haiku 5.5 gilt diese Rangfolge nicht mehr überall: Wo Haiku 5.5 für die Aufgabe reicht, bringen Versionssprung und Modellstufe im Beispiel jeweils mehr als der Zwischenspeicher (siehe Nachtrag).
Wie die Mindestlänge ein günstiges Modell verteuert
Es gibt eine Bedingung, die in der Preisliste nicht steht und trotzdem über die Rechnung entscheidet: die Mindestlänge. Ein Text muss eine bestimmte Größe erreichen, damit überhaupt ein Cache-Eintrag entsteht. Diese Schwelle ist je Modell verschieden.
| Modell | Mindestlänge für Zwischenspeicherung |
|---|---|
| Claude Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5, Opus 5 | 512 Token |
| Claude Sonnet 5, Sonnet 4.6, Opus 4.8 | 1.024 Token |
| Claude Haiku 4.5 | 4.096 Token |
Die Tabelle zeigt eine Auswahl der Modelle, die es bei Erscheinen dieses Beitrags gab. Opus 4.7 liegt bei 2.048 Token, Opus 4.6 und 4.5 bei 4.096; Mythos 5 und die seither hinzugekommenen Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 liegen bei 512.
Der Unterschied ist praktisch bedeutsam. Nehmen wir einen Chatbot mit einer Systemanweisung von 3.000 Token, 40.000 Anfragen im Monat, 200 Token Nutzereingabe und 300 Token Antwort, gezählt auf Haiku 4.5. Dort liegt der Vorspann unter der Schwelle von 4.096 Token und wird deshalb bei jeder einzelnen Anfrage voll berechnet. Sonnet 5 zählt für denselben Text rund 30 Prozent mehr Token, kann den Vorspann aber zwischenspeichern; angesetzt sind dafür wie im ersten Beispiel die 1-Stunden-Haltezeit und 252 Schreibvorgänge im Monat.
| Modell | Zwischenspeicherung | Monatsrechnung |
|---|---|---|
| Claude Haiku 4.5 | nicht möglich (3.000 unter 4.096) | 188,00 USD |
| Claude Sonnet 5 | möglich | rund 212 USD |
Sonnet 5 kostet je Token doppelt so viel und zählt mehr Token, liegt am Ende aber nur rund 24 US-Dollar über Haiku 4.5. Von seinem Preisvorteil behält Haiku 4.5 hier nur einen kleinen Rest, und das liegt allein an der Mindestlänge.
Es gibt aber einen Ausweg: Verlängert man den Vorspann auf 4.200 Token, überschreitet er die Schwelle und wird zwischenspeicherbar. Die Rechnung auf Haiku 4.5 sinkt dann auf 86,92 US-Dollar. Ein längerer Prompt kostet in diesem Fall weniger als ein kürzerer, weil er in einen anderen Tarif fällt.
Was den Zwischenspeicher unbemerkt verwirft
Ein Cache-Eintrag hält nur, solange der Anfang der Anfrage exakt gleich bleibt. Änderungen wirken hierarchisch: Werkzeugdefinitionen, dann Systemanweisung, dann Nachrichten. Wer eine Ebene ändert, verwirft sie und alles darunter.
Diese Auslöser verwerfen den Zwischenspeicher, und keiner davon sieht nach einer Kostenentscheidung aus:
- Eine geänderte Werkzeugbeschreibung im Feld tools. Ein neues Feld in einem Werkzeugschema verwirft alles Nachfolgende. Auf Fable 5 und 5.1, Mythos 5 und 5.1, Opus 4.8, 5 und 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 lassen sich Werkzeuge stattdessen als Beta-Funktion über eine Systemnachricht im Gesprächsverlauf hinzufügen und entfernen, seit dem 22. September 2026 auch ändern. Dann bleibt der Zwischenspeicher erhalten.
- Websuche oder Quellenangaben ein- oder ausschalten. Beides verändert den Vorspann.
- Ein Bild, das dazukommt oder wegfällt. Unabhängig davon, an welcher Stelle im Prompt.
- Eine geänderte Denk- oder Aufwandsstufe. Auch das gehört zum zwischengespeicherten Rahmen. Auf Fable 5.1, Mythos 5.1, Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 lässt sich die Aufwandsstufe als Beta-Funktion über eine Systemnachricht im Gesprächsverlauf ändern, ohne den Zwischenspeicher zu verlieren.
- Eine geänderte Werkzeugwahl. Schon der Wechsel zwischen automatischer Auswahl und abgeschalteten Werkzeugen reicht. Eine erzwungene Auswahl lehnen Fable 5.1, Mythos 5.1, Opus 5.5 und Sonnet 5.5 ohnehin mit einem Fehler ab.
Ein Fehler ist noch banaler. Steht am Anfang der Systemanweisung ein Zeitstempel, ein Kundenname oder eine Vorgangsnummer, ist der Vorspann bei jedem Aufruf ein anderer. Dann entsteht nie ein Treffer, und die Rechnung sieht aus wie die Zeile ohne Zwischenspeicher weiter oben. Solche variablen Angaben gehören hinter den festen Teil, nicht davor.
Erlaubt ist übrigens etwas, das riskant wirken kann: Neue Nachrichten an ein laufendes Gespräch anzuhängen, verwirft nichts, solange der Haltepunkt auf dem unveränderlichen Teil sitzt. Mehr als vier ausdrückliche Haltepunkte je Anfrage sind allerdings nicht möglich.
Was außerdem für die Modellwahl zählt
Zwei weitere Punkte gehören zur Einordnung, und der erste betrifft ein Modell, auf dem Chatbots und Telefonassistenten tatsächlich laufen.
Sonnet 5 bleibt bei 2 und 10 US-Dollar. Der Preis war als Einführungspreis bis zum 31. August 2026 angekündigt, danach sollte er zum 1. September auf 3 und 15 US-Dollar steigen. Schon im August hat Anthropic die Erhöhung abgesagt, die Versionshinweise datieren das auf den 10. August 2026; der Einführungspreis ist seitdem der reguläre Preis. Für den oben gerechneten Ablauf bedeutet das 383,04 US-Dollar weniger im Monat, ein Drittel der Rechnung, die zum angekündigten Preis angefallen wäre.
Fable 5.1 hatte bei Erscheinen den jüngsten Wissensstand im Katalog. Er endet im Juni 2026, bei Opus 5 im Mai 2026, bei Sonnet 5 im Januar 2026 und bei Haiku 4.5 im Februar 2025. Das war eine der drei Fragen, die im Beitrag zur angekündigten Veröffentlichung offen geblieben waren; sie ist damit beantwortet. Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 reichen inzwischen ebenfalls bis Juni 2026.
Bei den Benchmarks ist der Abstand zum Vorgänger vor allem dort groß, wo Abläufe über viele Schritte selbständig laufen: 55,8 gegenüber 42,0 Prozent auf Terminal-Bench 4.0 und 31,4 gegenüber 17,1 Prozent auf AutomationBench. Ein Teil des Abstands auf AutomationBench dürfte auf die Schutzmechanismen zurückgehen: Wo sie eingriffen, wertete Anthropic Fable 5 mit null. Beim fachübergreifenden Schlussfolgern fällt der Sprung kleiner aus, etwa 60,9 gegenüber 57,8 Prozent auf Humanity's Last Exam ohne Werkzeuge. Das passt zur Preisänderung: Verbessert und verbilligt wurde dasselbe Einsatzgebiet.
Ein Detail für Vergleiche über Generationsgrenzen hinweg: Seit Claude 4.7 arbeitet Anthropic mit einem neuen Tokenizer, der laut Dokumentation rund 30 Prozent mehr Token für denselben Text erzeugt. Haiku 4.5 verwendet noch den alten. Der Preisabstand zwischen Haiku 4.5 und Sonnet 5 ist deshalb je Textmenge größer, als die Spalte Eingabe nahelegt.
Was heißt das für die Modellwahl?
Aus den Zahlen lassen sich vier Regeln ableiten, die auch dann gelten, wenn morgen ein anderes Modell erscheint.
Erstens: Prüfen Sie den Aufbau, bevor Sie das Modell wechseln. Ein Ablauf ohne Zwischenspeicher bezahlt den festen Vorspann bei jedem Aufruf voll; im Beispiel kostet der Ablauf auf Fable 5.1 ohne Zwischenspeicher 9,3-mal so viel wie mit. Bei Erscheinen dieses Beitrags war das mehr als jeder angekündigte Rabatt, seit Haiku 5.5 gibt es einen Versionssprung in derselben Größenordnung (siehe Nachtrag).
Zweitens: Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Mengengerüst. Die Anteile verschieben sich mit der Größe des Vorspanns und der Zahl der Schritte. Ein Ablauf mit kurzem Vorspann und langen Antworten hat sein Geld in der Ausgabe stehen, und dort gibt es keinen Cache-Rabatt.
Drittens: Wechseln Sie auf Fable 5.1, wenn Sie auf Fable 5 laufen. Der Listenpreis bleibt gleich, der Cache-Preis fällt. Vorher zu prüfen sind drei inkompatible Änderungen an der Schnittstelle: Eine erzwungene Werkzeugwahl ergibt einen Fehler, nur Fable 5.1 und Mythos 5.1 können Denkblöcke von Fable 5.1 lesen, und nachträglich bearbeitete frühere Gesprächsrunden machen Denkblöcke ungültig. Wer auf Sonnet 5 oder Haiku 4.5 läuft, gewinnt durch diesen Rabatt nichts, denn der Faktor 0,025 gilt nur für Fable 5.1 und Mythos 5.1.
Viertens: Behalten Sie die Mindestlänge im Blick. Sie kann ein günstiges Modell teuer machen, ohne dass jemand einen Fehler gemacht hat. Ähnlich wirkt bei Haiku 5.5 die Grenze von 100.000 Token: Darüber kostet jeder Posten das Fünffache (siehe Nachtrag).
Für die meisten Anwendungen im Mittelstand blieb die Empfehlung damit dieselbe wie vor dem 1. September: Chatbots, Telefonassistenten und Backoffice-Abläufe laufen auf Sonnet 5 oder Haiku 4.5 zu einem Bruchteil der Kosten ausreichend gut. Der Aufpreis für Fable lohnt dort, wo ein Ablauf über viele Schritte ohne Aufsicht laufen muss. Inzwischen gibt es Nachfolger für beide Modelle, mehr dazu im Nachtrag. Wie ein solcher Ablauf gebaut und sein Nutzen belegt wird, steht im Beitrag zur Prozessautomatisierung im Backoffice.
Woran erkennen Sie, ob Ihr Aufbau cachefreundlich ist?
Diese sechs Fragen lassen sich ohne Entwicklerkenntnisse mit dem eigenen Team klären. Jede Frage, bei der Sie ins Stocken geraten, kann auf einen offenen Kostenposten hinweisen.
- Steht der unveränderliche Teil der Anfrage vorn? Anweisung, Regeln und Beispiele zuerst, variable Angaben danach.
- Steht ein Zeitstempel oder ein Name vor dem festen Teil? Wenn ja, entsteht nie ein Treffer.
- Erreicht der feste Teil die Mindestlänge des eingesetzten Modells? Zwischen 512 und 4.096 Token, je nach Modell.
- Passt die Haltezeit zum Taktschlag? Kommen Anfragen im Minutentakt, reichen fünf Minuten. Bei Lücken von einer halben Stunde ist die Stundenhaltezeit trotz des höheren Schreibpreises günstiger.
- Werden Werkzeugdefinitionen zur Laufzeit im Feld tools verändert? Jede solche Änderung verwirft den gesamten Zwischenspeicher.
- Weist die Abrechnung Cache-Treffer aus? Die Antwort der Schnittstelle enthält die Felder für gelesene und geschriebene Cache-Token. Stehen dort Nullen, greift der Zwischenspeicher nicht.
Die letzte Frage ist die wichtigste, weil sie die anderen fünf überflüssig macht. Der Anteil der Cache-Treffer an der Gesamteingabe ist die Kennzahl, an der sich ein Automatisierungsablauf messen lässt. Steigt er, sinkt die Rechnung, ohne dass am Modell etwas geändert wurde.
Nachtrag: Was hat sich seit dem 2. September geändert?
Stand 14. Oktober 2026. Anthropic hat seit dem Erscheinen dieses Beitrags drei Modelle veröffentlicht, und zwei davon haben einen eigenen, niedrigeren Cache-Preis.
| Modell | Erschienen | Eingabe | Cache-Schreiben (5 Min.) | Cache-Schreiben (1 Std.) | Cache-Treffer | Faktor | Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Claude Opus 5.5 | 22.09.2026 | 4 USD | 5 USD | 8 USD | 0,20 USD | 0,05x | 20 USD |
| Claude Sonnet 5.5 | 28.09.2026 | 2 USD | 2,50 USD | 4 USD | 0,10 USD | 0,05x | 10 USD |
| Claude Haiku 5.5 | 07.10.2026 | 0,10 USD | 0,125 USD | 0,20 USD | 0,01 USD | 0,1x | 0,50 USD |
Alle Angaben je Million Token. Bei Sonnet 5.5 gilt der Cache-Preis von 0,10 US-Dollar seit dem 7. Oktober 2026, vorher waren es 0,20. Die Preise von Haiku 5.5 gelten für Anfragen bis 100.000 Token, darüber kostet jeder Posten das Fünffache.
Für Cache-Treffer gibt es damit drei Stufen: 2,5 Prozent des Eingabepreises auf Fable 5.1 und Mythos 5.1, fünf Prozent auf Opus 5.5 und Sonnet 5.5 und zehn Prozent auf allen übrigen Modellen, auch auf Haiku 5.5. Einen niedrigeren Cache-Preis hat also nicht mehr nur die teuerste Reihe.
Alle drei Modelle zählen mit dem neuen Tokenizer, die Mengen des Backoffice-Ablaufs gelten also unverändert:
| Modell | Monatsrechnung | Vorgänger |
|---|---|---|
| Claude Opus 5.5 | 1.128,96 USD | Opus 5: 1.915,20 USD |
| Claude Sonnet 5.5 | 564,48 USD | Sonnet 5: 766,08 USD |
| Claude Haiku 5.5 | 38,30 USD | Haiku 4.5: 383,04 USD, für denselben Text rund 295 USD |
Wo Haiku 5.5 für die Aufgabe reicht, verschiebt sich damit die Rangfolge der Hebel an zwei Stellen. Auf Haiku bringt der Versionssprung im Beispiel mehr als der Zwischenspeicher: Ohne Zwischenspeicher kostet der Ablauf auf Haiku 5.5 216,72 US-Dollar und damit weniger als auf Haiku 4.5 mit Zwischenspeicher. Haiku 5.5 kostet bei Anfragen bis 100.000 Token je Token 90 Prozent weniger als Haiku 4.5. Überflüssig wird der Zwischenspeicher dadurch nicht: Auch auf Haiku 5.5 drückt er die Rechnung von 216,72 auf 38,30 US-Dollar, auf weniger als ein Fünftel.
Außerdem überholt die Modellstufe den Aufbau: Sonnet 5.5 kostet mit Zwischenspeicher 564,48 US-Dollar, Haiku 5.5 38,30. Der Wechsel von Sonnet 5.5 auf Haiku 5.5 senkt die Rechnung um den Faktor 14,7, der Zwischenspeicher auf Sonnet 5.5 nur um den Faktor 7,7. Zwischen Aufbau und Modellversion bleibt die Reihenfolge bei Opus und Sonnet erhalten, dort senkt der Versionssprung die Rechnung um den Faktor 1,7 und 1,4.
Bei der Modellwahl empfiehlt Anthropic inzwischen, im Zweifel mit Opus 5.5 zu beginnen, das nach Anthropics Angaben bei den meisten Aufgaben auf dem Niveau von Fable 5.1 arbeitet. Fable 5.1 empfiehlt Anthropic für anspruchsvolles Schlussfolgern und lange agentische Arbeit oder dann, wenn Opus 5.5 auch mit höherer Aufwandsstufe nicht reicht. Sonnet 5 und Haiku 4.5 führt Anthropic in der Modellübersicht inzwischen unter den älteren Modellen. Beide bleiben verfügbar und sind nicht abgekündigt; einen Ruhestand kündigt Anthropic mindestens 60 Tage vorher an. Mythos 5.1 steht laut Dokumentation inzwischen Organisationen offen, die ein Prüfprogramm von Anthropic durchlaufen haben, etwa das Cyber Verification Program.
Häufige Fragen
Was ist ein Cache-Treffer und warum kostet er Geld?
Ein Cache-Treffer entsteht, wenn ein Modell einen Textteil verarbeitet, den es in einer früheren Anfrage schon verarbeitet hat und der seither unverändert geblieben ist. Der Anbieter muss diesen Teil nicht neu berechnen und gibt den Vorteil im Preis weiter. Kostenlos ist er nicht: Er kostet bei den meisten Claude-Modellen zehn Prozent des normalen Eingabepreises, bei Opus 5.5 und Sonnet 5.5 fünf Prozent und bei Fable 5.1 und Mythos 5.1 nur 2,5 Prozent. Der zwischengespeicherte Text muss außerdem einmal geschrieben werden, und das kostet mehr als eine normale Eingabe.
Wie viel spart der neue Cache-Preis von Fable 5.1 konkret?
Anthropic nennt rund 25 Prozent für übliche Lasten und bis zu etwa 45 Prozent für stark agentische Abläufe. In unserer durchgerechneten Monatsrechnung für 4.200 Vorgänge mit je acht Modellaufrufen und einem festen Vorspann von 60.000 Token sinkt die Rechnung von 3.830,40 auf 2.318,40 US-Dollar, also um 39,5 Prozent. Der Wert liegt am oberen Rand der Spanne, weil der Vorspann in diesem Aufbau sehr groß ist.
Ist Fable 5.1 durch den Cache-Rabatt jetzt das günstigste Modell?
Nein. In derselben Rechnung kostet Opus 5 nur 1.915,20 US-Dollar und Sonnet 5 sogar 766,08, weil beide bei Eingabe und Ausgabe deutlich günstiger sind. Der Cache-Rabatt verkleinert den Abstand, er dreht ihn nicht um. Das seit dem 22. September 2026 verfügbare Opus 5.5 kostet im selben Ablauf 1.128,96 US-Dollar. Fable bleibt die Reihe für Abläufe, die über viele Schritte ohne Aufsicht laufen müssen.
Wie kann die Mindestlänge ein günstiges Modell verteuern?
Ein Text wird erst ab einer Mindestlänge zwischengespeichert, und die ist je Modell verschieden: 512 Token bei Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5 und Opus 5, 1.024 bei Sonnet 5 und 4.096 bei Haiku 4.5. Eine Systemanweisung von 3.000 Token lässt sich auf Haiku 4.5 gar nicht zwischenspeichern. In unserer Gegenrechnung kostet ein Chatbot auf Haiku 4.5 deshalb 188,00 US-Dollar im Monat. Sonnet 5 kostet je Token doppelt so viel und zählt für denselben Text rund 30 Prozent mehr Token, kommt mit Zwischenspeicher aber auf rund 212 US-Dollar. Wird die Systemanweisung auf 4.200 Token verlängert, sinkt die Rechnung auf Haiku 4.5 auf 86,92 US-Dollar. Haiku 5.5, verfügbar seit dem 7. Oktober 2026, speichert schon ab 512 Token zwischen.
Was verwirft den Zwischenspeicher, ohne dass man es merkt?
Änderungen wirken sich hierarchisch aus, von den Werkzeugdefinitionen über die Systemanweisung bis zu den Nachrichten. Wer eine Werkzeugbeschreibung im Feld tools anpasst, verwirft alles Nachfolgende. Dasselbe gilt für das Ein- und Ausschalten von Websuche oder Quellenangaben, für Bilder, die irgendwo im Prompt dazukommen oder wegfallen, für geänderte Denk- oder Aufwandsstufen und für eine geänderte Werkzeugwahl. Auf Fable 5.1, Mythos 5.1, Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 lassen sich Werkzeuge und Aufwandsstufe als Beta-Funktion über eine Systemnachricht im Gesprächsverlauf ändern, ohne den Zwischenspeicher zu verlieren. Ein Zeitstempel oder ein Kundenname am Anfang der Systemanweisung reicht aus, damit nie ein Treffer entsteht.
Bleibt Sonnet 5 bei 2 und 10 US-Dollar?
Ja. Der Preis von 2 US-Dollar je Million Token Eingabe und 10 US-Dollar Ausgabe war als Einführungspreis bis zum 31. August 2026 angekündigt. Schon im August hat Anthropic ihn zum regulären Preis erklärt, die Versionshinweise datieren das auf den 10. August 2026; die für den 1. September geplante Erhöhung auf 3 und 15 US-Dollar fand nicht statt. Für den in diesem Beitrag gerechneten Ablauf sind das 383,04 US-Dollar weniger im Monat. Der Nachfolger Sonnet 5.5 kostet dasselbe, Cache-Treffer dort seit dem 7. Oktober 2026 aber nur 0,10 statt 0,20 US-Dollar je Million Token.
Was hat sich beim Wissensstand von Fable 5.1 geändert?
Der verlässliche Wissensstand endet im Juni 2026, bei Fable 5 endete er im Januar 2026 und bei Opus 5 im Mai 2026. Fable 5.1 hatte damit bei Erscheinen den jüngsten Wissensstand im Claude-Katalog; Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 reichen inzwischen ebenfalls bis Juni 2026. Für Abläufe, die eigene Dokumente mitliefern, spielt das eine kleinere Rolle, weil dort ohnehin die mitgegebenen Quellen zählen.
Lohnt der Wechsel auf Fable 5.1 sofort?
Nur, wenn Sie bereits auf Fable 5 laufen. Dann ist der Wechsel kostenneutral bis günstiger, weil der Listenpreis gleich bleibt und der Cache-Preis fällt. Vorher zu prüfen sind drei inkompatible Änderungen an der Schnittstelle, darunter die erzwungene Werkzeugwahl, die Fable 5.1 mit einem Fehler ablehnt. Wer auf Sonnet 5 oder Haiku 4.5 läuft, gewinnt durch den Rabatt nichts: Der Faktor 0,025 gilt nur für Fable 5.1 und Mythos 5.1. Einen eigenen, niedrigeren Cache-Preis von fünf Prozent des Eingabepreises haben inzwischen Opus 5.5 und Sonnet 5.5.
Quellen
- Anthropic (01.09.2026): Introducing Claude Fable 5.1 and Claude Mythos 5.1 - Veröffentlichung, Cache-Preis, genannte Ersparnisse, Claude Mythos 5.1, Benchmarkwerte und ihre Einordnung
- Anthropic (22.09.2026): Claude Opus 5.5 - Leistung auf dem Niveau von Fable 5.1 bei den meisten Aufgaben
- Anthropic (07.10.2026): Claude Haiku 5.5 - 90 Prozent günstiger als Haiku 4.5 bei Anfragen bis 100.000 Token
- Claude-Dokumentation: Pricing, abgerufen am 2. September und am 14. Oktober 2026 - vollständige Preistabelle, Faktoren 0,025 und 0,05 für Cache-Treffer, Einführungspreis von Sonnet 5 als regulärer Preis, rund 30 Prozent mehr Token durch den neuen Tokenizer
- Claude-Dokumentation: Release notes, abgerufen am 14. Oktober 2026 - Sonnet-5-Preis seit dem 10. August 2026 regulär, Erscheinen von Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5, Cache-Preis von Sonnet 5.5 seit dem 7. Oktober 2026, Beta-Funktionen für Werkzeug- und Aufwandsänderungen
- Claude-Dokumentation: Models overview, abgerufen am 2. September und am 14. Oktober 2026 - Wissensstände von Fable 5.1, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5, Empfehlung zur Modellwahl und Einstufung von Sonnet 5 und Haiku 4.5 als ältere Modelle
- Claude-Dokumentation: Modellseiten Claude Fable 5, Claude Opus 5, Claude Sonnet 5 und Claude Haiku 4.5, abgerufen am 14. Oktober 2026 - Wissensstände der Vorgängermodelle
- Claude-Dokumentation: Claude Haiku 5.5, abgerufen am 14. Oktober 2026 - neuer Tokenizer und Mindestlänge von 512 Token
- Claude-Dokumentation: What's new in Claude Fable 5.1, abgerufen am 14. Oktober 2026 - drei inkompatible Änderungen gegenüber Fable 5
- Claude-Dokumentation: Prompt caching, abgerufen am 2. September und am 14. Oktober 2026 - Mindestlängen für die Zwischenspeicherung, Haltezeiten, Zahl der erlaubten Haltepunkte und Auslöser, die einen Cache-Eintrag verwerfen
- Claude-Dokumentation: Mid-conversation system messages und Effort, abgerufen am 14. Oktober 2026 - Werkzeuge und Aufwandsstufe im Gesprächsverlauf ändern, ohne den Zwischenspeicher zu verlieren
- Claude-Dokumentation: Model deprecations und Claude Mythos 5.1, abgerufen am 14. Oktober 2026 - Status von Sonnet 5 und Haiku 4.5, Ankündigungsfrist vor einem Ruhestand, Zugang zu Mythos 5.1
Die Monatsrechnungen sind eigene Berechnungen auf Basis dieser Preise. Die Annahmen stehen in den Tabellen und in den Sätzen darunter, damit sie mit eigenen Mengen nachgerechnet werden können. Sie enthalten weder Rabatte noch Aufschläge für regionale Endpunkte und keinen Rabatt der Stapelverarbeitung.
Dieser Beitrag erschien am 2. September 2026. Am 14. Oktober 2026 haben wir ihn überarbeitet und Angaben berichtigt, die schon bei Erscheinen nicht stimmten: Anthropic hat die Preiserhöhung für Sonnet 5 bereits im August abgesagt, nicht am 1. September. Die Gegenrechnung Haiku 4.5 gegen Sonnet 5 und die Haiku-Spalte der Backoffice-Rechnung ließen außer Acht, dass Haiku 4.5 denselben Text in weniger Token zerlegt. Einleitung und Vorschautext in der Blogübersicht ordneten den Cache-Posten anders ein als die eigene Rangfolge der Hebel. Humanity's Last Exam ordnet Anthropic dem fachübergreifenden Schlussfolgern zu, nicht den Wissensaufgaben. Unvollständig waren die Mindestlängen, die Annahme zu den Schreibvorgängen, die Auslöser für verworfene Zwischenspeicher, die Änderungen beim Wechsel auf Fable 5.1 und die Einordnung des Abstands auf AutomationBench. Gestrichen haben wir Verallgemeinerungen und eine Schwelle bei den Prüffragen, für die es keinen Beleg gab. Die Schreibpreise der beiden Haltezeiten sind jetzt eindeutig beschrieben. Neu ist der Nachtrag zu Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5.
Über den Autor
Michael Kaiser
Gründer und Inhaber von ArkeonTech, Aalen
Wirtschaftsinformatiker (DHBW Heidenheim) mit einem Bachelor in Business Analytics der Hochschule Aalen, davor mehrere Jahre ERP-Berater im baden-württembergischen Mittelstand. Seit September 2025 führt er ArkeonTech in Aalen.
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